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Karma
 
das kosmische Prinzip von Ursache und Wirkung
 
 
 
 
Karma
Im vorderen Abschnitt haben wir versucht zu verstehen, dass es keinen Zufall gibt, sondern das alles eine Ursache hat, die nach einer bestimmten Gesetzmässigkeit abläuft. Es gibt keinen Zufall. So ist es auch nicht zufällig, wenn jemand zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, in eine bestimmte Familie hinein geboren wird. Das hat seinen bestimmten Grund. Der sog."Zufall" ist also gleich zu setzen mit Bestimmung. Er bekommt aber dadurch einen ganz anderen Stellenwert.
 
Die Vereinigung der Chromosomen bei der Befruchtung, ist das biologische Erbgut des in Entstehung befindlichen Kindes. Dieses biologische Erbgut hat nun eine Entsprechung in der seelischen Welt und zieht von dort die Seele an, die zu diesem neuen Körper gehört. Die Seele sucht sich also ihrer Vergangenheit entsprechend, die Eltern, das Milieu, die Umgebung und die Zeitepoche aus, um die zur Entwicklung und Reifung notwendigen Erfahrungen zu machen. Diese Wahl der Situation in die man geboren wird, erfolgt nach den geistigen Gesetzen, den Gesetzen des Schicksals und ist eng verknüpft mit dem eigenen Karma.
 
Doch betrachten wir zunächst die Reinkarnation. Sehr viele Menschen glauben daran, dass ihre Seele nach einer unbestimmten Zeit wieder in einem neuen Körper auf diese Welt zurückkehren werden. Die esoterische Weltanschauung geht auch von dieser Betrachtung aus. Ausserdem haben verschiedene Studien Beweise geliefert, das dem so ist. So wie alles seinen Zyklus hat, vom kleinsten Element in der Natur bis hin zum Universum, ist auch die Reinkarnation der Seele ein Zyklus. Beispiele der Zyklen gibt es genug. Denken wir nur einmal an den täglich wiederkehrenden Zyklus von Tag und Nacht oder die Jahreszeiten. Alles läuft nach bestimmten Gesetzmässigkeiten ab, wenn auch auf verschiedenen Zeitebenen. Die Entwicklung des Menschen und der Menschheit schlechthin, vollzieht sich nach den Schritten: These - Antithese - Synthese, wobei die Synthese wieder als neue These gesehen werden kann. Dieses Gesetz der Anziehung ist gleichbedeutend mit dem Karmagesetz, dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Die These ist die Ursache, die Antithese die Wirkung und die Synthese die Erfahrung die aus Ursache und Wirkung gezogen werden konnte.              Stell dir ein Beispiel vor:
 
Du denkst über dein Leben nach wie es sich in der Vergangenheit zugetragen hat. Da sind Begebenheiten, Situationen abgelaufen (Ursache)die einer Entscheidung bedurften. Du hast diese Entscheidung getroffen und dein Leben dieser Entscheidung nach ausgerichtet. Doch es verlief nicht so wie du dir das vorgestellt hattest. (Wirkung) Heute sagst du den soviel zitierten Satz: "Wenn ich noch einmal in dieser gleichen Situation wäre, würde ich das anders entscheiden und machen!"  (Erfahrung)  In der Zwischenzeit hast du diese Phase von damals längst bewältigt, korrigiert und dein Leben wieder ausgeglichen (Karma)
Das Gesetzt des Karmas will weder belohnen noch bestrafen. Es stellt lediglich das verlorengegangene Gleichgewicht wieder her. Karma gleicht aus, es kompensiert das Defizit, das aus der gestörten Harmonie hervorgeht. 
 
"Karma" kommt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie "Tat oder Handlung".  Das Karma zwingt uns, immer und immer wieder zu inkarnieren um die Probleme, die wir uns selbst geschaffen haben, aufzulösen zu können. Die Kompensation und der Defizitausgleich  aus der vorangegangenen Inkarnation. Jede neue Inkarnation ist eine neue Möglichkeit des Lernens, denn wir werden immer wieder mit den noch unbewältigten Problemen in uns konfrontiert. Die Bewältigung bedeutet, dass man nicht den Problemen auszuweicht, sondern sie annimmt und löst.
Vielfach wird die Ansicht vertreten, Karma könne abgetragen werden, wenn man lange genug leide, durch Krankheit oder durch Erdulden von Einschränkung und Unterdrückung. Dem ist aber nicht so! Krankheit und Leid sind jedoch nur Signale des Schicksals die uns zeigen wollen,  Lebensprinzipien und Eigenschaften auf ihr reales Ausleben hin zu überprüfen. Sie bewirken die Aufforderung an uns selbst, aktiv Veränderungen vorzunehmen. Sozusagen im Schiff des Lebens Gegensteuer zu geben, bezw. andere Ursachen zu setzen. Krankheit und Leid fördern demnach nur die Bereitschaft zur Veränderung. (Psychosomatik) Es gibt im eigentlichen Sinn keine Schuld. Schuld ist hier gleichbedeutend mit dem Defizit, ein Lebensprinzip nicht oder nicht real ausgebildet zu haben.  Demzufolge kann ein Leidensweg als ein Weg zur Erkenntnis gesehen werden. Der Leidensweg als solcher ist eine Ersatzebene für nicht ausgelebtes Potenzial. Leiden ist aber allerdings kein Ersatz für Karma. Es geht demnach nicht um den Leidensweg alleine, sondern um die Erkenntnis daraus und deren praktischen Umsetzung in das Leben. Das Karma hat also einen Sinn und verfolgt ein Ziel. Es ist aber nicht selbst der Sinn und das Ziel. Demzufolge kann auch Karma nicht "abgetragen" werden. Der Mensch trägt durch das Leiden nichts zur Reduktion seines Karmas bei. Solange er den Sinn des Leidens und die Botschaft nicht versteht, bleibt alles bei der bestehenden Bilanz des Lebens im alten Muster. Spürt er die Ursache des Leidens auf und gelangt er zur Erkenntnis, hat er die Möglichkeit, Ausgleich selbst zu schaffen und nimmt sein Schicksal selbst in die Hand.
 
Hermann Hesse bringt die Vorbereitung einer Seele auf eine bevorstehende Inkarnation in einem wunderschönen Gedicht auf den Punkt:   Das Leben das ich selbst gewählt!
 
 
Das Leben, das ich selbst gewählt

Ehe ich in dieses Erdenleben kam
Ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
Da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
Da war der Irrtum, der gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
Da waren Haß und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
Die voller Licht und schöner Träume sind,
Wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
Und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
Die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
Wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
Mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.
Mir ward gezeigt die Wunde draus ich blute,
Mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
Da hört ein Wesen ich die Frage tun,
Ob ich dies zu leben mich getraute,
Denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme —
»Dies ist das Leben, das ich leben will!« —
Gab ich zur Antwort mit entschloßner Stimme.
So wars als ich ins neue Leben trat
Und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward  geboren ich in diese Welt.
Ich klage nicht, wenns oft mir nicht gefällt,
Denn ungeboren hab ich es bejaht.
 
                                                          Hermann  Hesse
 
 
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